Süddeutsche Zeitung fragt: „Was tun, wenn andere Eltern AfD-Positionen vertreten?“

Was würden wir nur ohne die Süddeutsche Zeitung tun? Die „Journalisten“ und Autoren geben uns genau den Rat den wir täglich brauchen. (Ironie off) Aber na ja, Süddeutsche Zeitung schreibt eigentlich keine Beiträge für AfD-Unterstützer und Wähler, sondern ausschließlich über sie.

In dem Artikel erklärt eine Ratsuchende:

Mein 13-jähriger Sohn hat sich mit einem Jungen aus seiner Klasse angefreundet, den wir nett finden. Als wir aber vor kurzem bei dessen Eltern zum Abendessen eingeladen waren, sind wir erschrocken: Ihre politische Einstellung ist nahe an der AfD. Wir wollen mit diesen Eltern darum nichts mehr zu tun haben. Wie können wir das unserem Sohn erklären?

Falls man Lust hat den ganzen Beitrag zu lesen, kann man ihn hier finden: Viel Spaß! Spannender eigentlich waren einige Kommentare zu dem Beitrag auf Facebook. Der beste überhaupt war als folgt:

„Ich war neulich bei einem Bekannten zu Hause, da lag die SZ auf dem Tisch, bin sofort wieder gegangen. Ich will den nie wieder sehen!“ Mit seinen 311 „Likes“ bekam dieser Kommentar eigentlich mehr Zustimmung als der Beitrag selbst!

SZ_Kommentar1

Aber nun kommen wir zu dem eigentlichen „Rat“. Die erste Ratgeberin, Schriftstellerin Kirsten Fuchs, empfahl allen Ernstes folgendes ohne dabei jegliche Ironie zu merken: Fuchs

Intoleranz tolerieren muss man als toleranter Mensch eben nicht! Die Regeln der Demokratie müssen stehen, sonst fängt alles an zu wackeln. Vielleicht ist es auch für den anderen Jungen gut zu hören, dass es andere Meinungen gibt. Und wovor haben Sie Angst? Dass Leute Sie nicht mögen, die sie selbst auch nicht mögen? … Reden sie mit ihm über Menschlichkeit, bevor er seine Informationen von wo anders bezieht.

Die 3. Person, Schauspielerin und Moderatorin  Collien Ulmen-Fernandes, schaffte es beinah, scheiterte aber doch noch am Ende.Fernandes

Gehen Sie hin. Versuchen Sie’s. In der Bestsellerliste ist ja gerade ein „Leitfaden“, der ihnen, ähnlich wie ein mediterranes Kochrezept für den Abend, empfiehlt, wie Sie mit „Rechten reden“ sollen. Sie könnten als Super-Staatsbürger-Eltern auf die Zähne beißen und weiterhin bei den Reaktionären zu Abend essen. Als Entsandter des guten Deutschlands. … Oder Sie halten es anders und erklären Ihrem Sohn: Leute, die in einem der reichsten Länder der Erde sitzen und all ihr Engagement darauf fokussieren, über die Ärmsten herzuziehen, mit denen wollen wir nicht an einem Tisch sitzen.

Aber die 2. Person sollen wir nicht übersehen. Der Vater und Familientherapeut in Dänemark namens Jesper Juul, hatte doch etwas halbwegs sinnvoll zu sagen (obwohl sein Rat sogar besser gewesen wäre ohne die letzten zwei Sätze):

Juul

Ich gehe davon aus, dass Ihr Sohn den Erfolg der AfD bei den Wahlen mitbekommen hat und dass Sie Ihre Sorgen darüber mit ihm geteilt haben. Ein Vorschlag von mir wäre dann, Sie sagen: „Ich freue mich sehr, dass du einen guten Freund gefunden hast. Wie du weißt, halten wir die politischen Einstellungen seiner Eltern für falsch. Darum werden wir sie vielleicht bitten, nicht über Politik zu reden, wenn wir sie besuchen.“ Eine andere Möglichkeit wäre, dass Sie offen und ehrlich zu den Eltern sind: „Ich kann mir nicht vorstellen, was einen bewegen kann, die AfD zu wählen, aber da ihr es nun mal getan habt – vielleicht erklärt ihr es mir?“ Wenn die Eltern zustimmen, kritisieren Sie sie nicht für Ihre Wahl. Danken Sie ihnen einfach, dass sie bereit sind, mit Ihnen offen zu reden. Die beiden Jungen sollten bei dem Gespräch dabei sein. Wenn Sie dieses Risiko nicht eingehen wollen, sagen Sie das ihrem Sohn und fragen Sie ihn, ob er Ideen hat, wie er die Freundschaft erhalten kann, ohne dass die Eltern sich mehr als nötig begegnen.

Aber na ja. Was erwartet man von Süddeutsche Zeitung? Dieser Beitrag war etwas besser als die übliche Hetze gegen die AfD. Mehr sollen wir aber nicht erwarten.

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